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FDP Warendorf

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Aktuelles

Rathausecho vom 09.12.2017

Dr. Beate Janinhoff
Dr. Beate Janinhoff
Gemeinsam haben FDP und SPD einen gleichlautenden Antrag eingebracht, 500.000 € für die Sanierung des Lehrschwimmbades in den Haushalt einzustellen. 500.000 €, damit die notwendigsten Sanierungsmaßnahmen, wie das Dach, die Dämmung und die Entlüftungsanlage in Stand gesetzt bzw. ersetzt werden können und somit ein geregelter Schwimmbetrieb aufrecht erhalten werden kann. 500.000 €, damit auch weiterhin, Menschen mit Behinderungen, Sportgruppen, Schulkinder aus Warendorf und Migrantinnen dort die Möglichkeiten vorfinden, die in ganz Warendorf in dieser Art nirgendwo zu finden sind. Trotz der guten Haushaltslage lehnten jedoch CDU, FWG und die Grünen diese Anträge ab, ein Schlag ins Gesicht für den Verein Pro Bad, der sich seit Jahrzehnten für die Nutzergruppen des Lehrschwimmbades aus ganz Warendorf einsetzt.

Nachdem dieser Antrag abgelehnt war, musste anschließend im Hauptausschuss über das weitere Vorgehen in Bezug auf die Bäderlandschaft entschieden werden. Die FWG wollte einen Neubau der Turnhalle in Freckenhorst mit angegliedertem Neubau des LSB, die Grünen wollten den Neubau eines neuen Hallenbades mit 2 Schwimmbecken und die CDU wollte die Verwaltung beauftragen zu prüfen, a) wie teuer ist die Sanierung des Hallenbades sei ,b) wie hoch sind die Kosten für einen Neubau Hallenbad mit Lehrschwimmbecken sei, c) welcher Standort sich für dieses Projekt aniete und d) wie es aussehe mit möglichen Fördermitteln. Die SPD stimmte für den FWG-Antrag und die FDP für den CDU-Antrag. Im Gegensatz zu dem am Dienstag erschienenen Artikel in dieser Zeitung, in dem von „im Regen stehen lassen“ die Rede war, hat hier weder die SPD die FDP, noch die FDP die SPD im Regen stehen gelassen! Wenn ein Antrag mehrheitlich abgelehnt wird in den politischen Gremien, darf man sich doch nicht in den Schmollwinkel zurückziehen, sondern man hat die Pflicht weiterzudenken.Und da hat sich die FDP für das weiterführendste und ergebnisoffenste Modell entschieden. Im Regen stehen nun die vielen Gruppen, die bisher das Lehrschwimmbecken genutzt haben, im Regen steht der Verein Pro Bad, dem nun seine Vereinsgrundlage entzogen wurde. Bis die angedachten Neubauten stehen und genutzt werden können, haben diese Gruppen keine Möglichkeit ihren Sport auszuüben. Hier haben die CDU mit dem Bürgermeister, die FWG und die Grünen Menschen im Regen stehen lassen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und es bleibt die Hoffnung das im Rat anders entschieden wird.


Dr. Beate Janinhoff
FDP- Fraktion

Debatte über Dieselfahrverbote

Diekhoff:
Luftqualität verbessern – Dieselfahrverbote verhindern

In der anhaltenden Debatte um Dieselfahrverbote warnt der umweltpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Markus Diekhoff, davor Dieselfahrverbote als unausweichlich darzustellen. „Die Verbesserung der Luftqualität in NRW hat einen sehr hohen Stellenwert auf unserer politischen Agenda.“ Generelle Fahrverbote für Diesel-PKW dürfen nur Ultima Ratio sein, andere Maßnahmen müssen vorher ausgeschöpft werden.


Die NRW-Koalition will drohende Dieselfahrverbote und die damit einhergehende Enteignung von Millionen Dieselfahrern abwenden. „Die Bürgerinnen und Bürger, die sich vor wenigen Jahren einen effizienten Diesel gekauft haben, dürfen nicht die Leidtragenden sein“, sagt Diekhoff.

Um die NOx Grenzwerte zu erreichen, sollten die in Arbeit befindlichen Luftreinhaltepläne zügig umgesetzt werden. Für Düsseldorf zum Beispiel seien Maßnahmen wie die Umrüstung der Busflotte auf moderne wirksame Katalysatoren oder auch die Verpflichtung für die Rheinschifffahrt, sich bei Liegezeiten an das Stromnetz anzuschließen, geplant.

Diekhoff betont: „Bund, Länder und Kommunen müssen weiterhin mit aller Kraft dafür arbeiten, die drohenden Einschränkungen von Pendlern und Handwerkern abzuwenden.“

Weiter arbeiten für ein modernes Land: Veränderung braucht Mut.






Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

das Ergebnis der Bundestagswahl am 24. September 2017 hat die demokratischen Parteien vor eine große Herausforderung gestellt. Es war vermutlich der komplizierteste Prozess zur Sondierung einer möglichen Regierungsbildung, den die Bundesrepublik Deutschland je gesehen hat. Seit dem 18. Oktober bis in den Abend des 19. Novembers hinein, haben CDU, FDP, Grüne und CSU vermessen, ob trotz der sehr unterschiedlichen Wähleraufträge eine stabile Regierungsbildung zum Wohle unseres Landes möglich ist.

Wir haben Stunden, Tage und Wochen miteinander gerungen. Die Freien Demokraten haben Kompromissangebote gemacht: unter anderem in der Steuer-, der Europa-, der Einwanderungs- und der Bildungspolitik. Denn wir wissen, dass Politik vom Ausgleich lebt. Mit knapp elf Prozent kann man nicht einer ganzen Republik den Kurs vorgeben. Unsere Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln zeigen wir in Regierungsbeteiligungen mit Union, SPD und Grünen in den Ländern. Nach vier Wochen lag aber unverändert nur ein Papier mit zahllosen Widersprüchen, offenen Fragen und Zielkonflikten vor. Dort, wo es Übereinkünfte gab, sollten sie oft mit viel Geld der Bürger oder Formelkompromissen erkauft werden.

Im Namen der Mitglieder des Sondierungsteams und in Übereinstimmung mit den Führungsgremien von Bundespartei und Bundestagsfraktion muss ich Ihnen daher heute mitteilen: Dieses Experiment einer Vierparteienkoalition ist leider gescheitert. Trotz langer Sondierungsgespräche konnte in wesentlichen Politikfeldern am Ende keine Verständigung erzielt werden. Es hat sich gezeigt, dass die vier Partner keine gemeinsame Idee zur Gestaltung des Landes und keine gemeinsame Vertrauensbasis erreichen konnten. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Unser Wunsch war es, eine lagerübergreifende Koalition zu bilden, die den Stillstand der Großen Koalition und politische „Lebenslügen“ etwa bei Einwanderung und Bildung überwindet, um Deutschland voran zu bringen. Was aber am Ende auf dem Verhandlungstisch lag, war im Wesentlichen ein ambitionsloses „Weiter so“ auf dem Kurs der Großen Koalition, gespickt mit zahlreichen Wünschen der Grünen. Dafür können und wollen wir nicht zur Verfügung stehen. Das möchte ich Ihnen anhand einiger Beispiele aus der Schlussrunde von Sonntagabend erläutern:

In der Finanzpolitik war es unser Anliegen, eine neue Balance zwischen Bürger und Staat durch Entlastungen herzustellen. Wir hatten hier weitgehende Kompromisse angeboten. Auf eine große Steuerreform im Umfang von 30 bis 40 Mrd. Euro hätten wir verzichtet; die Abschaffung des Solidaritätszuschlages wären wir bereit gewesen, in Stufen bis zum Ende der Legislaturperiode durchzuführen. Wir mussten erkennen, dass dazu keine Bereitschaft bestand. Am Schluss lag mehr oder weniger das Wahlprogramm der Union vor, das den Soli mäßig reduziert und bis in die nächste Legislaturperiode fortgeschrieben hätte.

Bei der Zuwanderung wollten wir neue Ordnung durch ein Einwanderungsgesetzbuch schaffen. Qualifizierte Einwanderung in den Arbeitsmarkt sollte über ein Punktesystem leichter, humanitäre Zuwanderung dagegen gesteuerter stattfinden. Dies wäre erreichbar gewesen. Beim Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige gab es bis Sonntagabend aber immer noch keine Einigung. Auch wir hatten Kompromisse eingebracht, die den Grünen eine Zustimmung erleichtert hätte. Eine Übereinkunft war nicht möglich.

Wir wollen eine Trendwende für weltbeste Bildung. Dazu bedarf es nicht nur Geld für Investitionen, sondern auch einer grundlegenden Reform des deutschen Bildungsföderalismus. Die Union hat Ideen vorgelegt, die CSU war hier jedoch zu keinem Schritt bereit. Auch Teile der Grünen, wie etwa Winfried Kretschmann, haben lautstark gegen ihr eigenes Programm und gegen eine Modernisierung des Bildungsföderalismus gewettert.

In der Energie- und Klimapolitik wollten wir Klimaschutz mit Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie pragmatisch versöhnen. Die Freien Demokraten haben angeboten, bis zu fünf Gigawatt Leistung aus der Kohleverstromung aus dem Netz zu nehmen und noch über zwei weitere Gigawatt in den kommenden Jahren zu sprechen, sofern die Versorgungssicherheit es erlaubt (5+2). Die Energiepolitiker von Union und FDP sahen diese Offerte bereits eher kritisch. Die Grünen wollten dagegen Kraftwerke mit einer Leistung von mindestens neun bis zehn Gigawatt schließen. Die CDU-Vorsitzende schlug einen Kompromiss von sieben Gigawatt vor, den wir als physikalisch kaum realisierbar eingeordnet haben.

Bei der Entwicklung Europas haben wir uns für eine Trendwende zu mehr finanzieller Eigenverantwortung und Solidität eingesetzt. Auch hier haben wir klar Kompromissfähigkeit gezeigt. Um hier eine Brücke der Vernunft zu bauen, die auch für die anderen Parteien gangbar wäre, haben wir vorgeschlagen, sich an der lagerübergreifenden Koalitionsvereinbarung der neuen Regierung unserer weltoffenen Nachbarn in den Niederlanden zu orientieren. Die Antworten aus dem Lager der Grünen waren zum Teil plumpe Anschuldigungen des Nationalismus. Für uns als proeuropäische Partei in der Tradition Hans-Dietrich Genschers wirkt dieser Anwurf geradezu ehrabschneidend. In der Sache waren CDU und Grüne nicht bereit, eine europäische Risikoteilung bzw. Haftungsgemeinschaft im Bereich der privaten Banken, Sparkassen und Volksbanken auszuschließen. Die Grünen wollten darüber hinaus noch weitere Budgets für Finanztransfers in Europa.

Neben den fachlichen Differenzen möchte ich auch eines nicht unerwähnt lassen: Permanent sind wahre oder auch falsche Tatsachenbehauptungen von einzelnen Sondierungsteilnehmern anderer Parteien „durchgestochen“ worden. Permanent gingen bei mir Hinweise ein, wie Teilnehmer unseres Sondierungsteams in sogenannten Hintergrundgesprächen bei Journalisten verächtlich gemacht wurden. Schließlich mussten wir in Interviews einzelner Sondierungsteilnehmer anderer Parteien nachlesen, dass man uns in eine Ecke mit der Politik Donald Trumps rücken wollte. Unter solchen Umständen gedeiht das zarte Pflänzchen gegenseitigen Vertrauens wohl kaum.

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
es war unsere staatspolitische Verantwortung, konstruktiv Gespräche über eine Regierungsbildung zu führen. Dieser Verantwortung sind wir nachgekommen. Genauso ist es jedoch unsere Verantwortung, nicht zu vergessen, dass wir für Trendwenden gewählt worden sind. Sie waren nicht erreichbar.

Den Geist des Sondierungspapiers können wir nicht verantworten. Viele der diskutierten Maßnahmen halten wir für schädlich. Wir wären gezwungen, unsere Grundsätze aufzugeben und alles das, wofür wir Jahre gearbeitet haben. Wir werden unsere Wählerinnen und Wähler nicht im Stich lassen, indem wir eine Politik mittragen, von der wir nicht überzeugt sind.

Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren. Wir sehen uns auch in der Verantwortung, klar Position zu beziehen, die demokratische Vielfalt zu erhalten und zu beleben.

Also arbeiten wir weiter für ein modernes Land, für weltbeste Bildung, für die Chancen der Digitalisierung und eine faire Balance zwischen Bürger und Staat.

Dafür brauchen wir jetzt umso mehr neues Denken. Und erneut Ihre Unterstützung.

Wir zählen auf Sie.

Ihr
Christian Lindner MdB
Bundesvorsitzender

FDP ist gut aufgestellt

Wir bleiben dran

Dass es im Deutschen Bundestag nun wieder eine liberale Stimme gibt, ist den Freien Demokraten eine Verpflichtung. Beflügelt werden sie durch den Aufnahmerekord, den die FDP seit Beginn des Jahres 2017 verzeichnen konnte: Bis Anfang Dezember sind 11.513 ...

Leserbrief Dr. H.G.Schöler

Am Dienstag muss der Kulturausschuss mal wieder über das Hobby der Grünen „ Umbenennen von Straßennamen“ beraten. Diesmal sollen nach dem Willen der Grünen Agnes Miegel und Freiherr von Langen dran glauben.

Dr. H.G.Schöler
Dr. H.G.Schöler
Agnes Miegel hat einige wirklich peinliche Lobgedichte über Hitler geschrieben, Freiherr von Langen war seit 1928 in der SA, er verunglückte bereits 1934 tödlich. Individuelle Verbrechen sind beiden nicht vorgeworfen worden – sie irrten wie Millionen andere Deutsche. Sind sie für ihre „nachgewiesene Nähe“ zum NS-Regime geehrt worden? Nein, Agnes Miegel ist für ihre Verdienste als ostdeutsche Heimatdichterin und von Langen als erfolgreicher Reiter (zweifacher Olympiasieger in Amsterdam) geehrt worden.

In Deutschland gibt es zahlreiche Straßen und auch Schulen, die nach Martin Luther, Bismarck und Friedrich dem Großen benannt worden sind; sie werden sogar durch Denkmale geehrt. Luther ist nicht für seine widerwärtigen Hasstiraden gegen die Juden, Bismarck nicht für die Verfolgung von Sozialisten und Katholiken, Friedrich der Große nicht für die Eroberung Schlesiens geehrt worden, sie sind als Persönlichkeiten und für ihr gesamtes Leben geehrt worden oder es sollte einfach nur an sie erinnert werden.

Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß; Menschen haben helle und dunkle Seiten. Auch wenn manche Leute das gern anders sehen, weil es einfacher ist und weil man dann leichter über Menschen den Stab brechen kann. Wir ändern auch die Geschichte nicht, wenn wir wie der „Große Bruder“ in Orwells „1984“ Fotos retuschieren oder hier Straßen umbenennen.

Und – wo endet das? Soll als nächstes die Karlstraße umbenannt werden? Was gab Karl dem Großen das Recht, die Sachsen umzubringen, die nicht Christen werden wollten? Wieso wird der „Sachsenschlächter“ geehrt? Wieso erdreisten sich die Franzosen, Napoleon zu ehren, der nicht nur viele Franzosen, sondern auch unzählige Deutsche auf dem Gewissen hat. Die Beispiele ließen sich über Seiten fortführen.

Vielleicht sollten die Grünen mal in die Bibel schauen. „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ heißt es da.

Dr. H.G.Schöler,
Warendorf, 19.11. 2017

VLK Interview mit Frau Dr. Janinhoff

Dr. Beate Janinhoff
Dr. Beate Janinhoff
VLK: Frau Dr. Janinhoff, was verbindet Sie mit der Stadt Warendorf?
Ich lebe seit 23 Jahren in Warendorf und bringe mich seitdem auch aktiv in die FDP Fraktion ein. Die Warendorfer Altstadt ist einzigartig und zieht jährlich viele Besucher an. Warendorf bietet für junge Familien eine sehr gute Infrastruktur mit allen Weiterführenden Schulen, dem Theater, einem Kino und als Stadt des Sports natürlich vielfältige Sportmöglichkeiten. Für den Erhalt und den Ausbau dieser Infrastruktur lohnt es, sich politisch stark zu machen.

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Warendorf in der nächsten Zeit?
Die Neugestaltung der Industriebrache Emsinsel im Herzen der Stadt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für junge Familien sollten oben an stehen.

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in der Stadt?
Die FDP Fraktion ist im Rat der Stadt Warendorf mit 3 Ratsmitgliedern vertreten; das ist nicht viel, jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass es keine absolute Mehrheit für CDU oder SPD gibt, gestalten wir als „Zünglein an der Waage“ die Politik in großem Maße. Wir tun dies mit hohem Sachverstand und immer mit dem Blick auf die finanzielle Machbarkeit. Wir achten im Gegensatz zu den anderen Ratsfraktionen stets darauf, keine Schulden zu Lasten der nachfolgenden Generationen zu machen. Wir setzen uns gegen staatliche Bevormundung und für mehr Eigenverantwortung ein.

VLK: Vor einigen Wochen hat die Koalition aus FDP und CDU ihre Arbeit im Landtag aufgenommen. Welche Impulse erwarten Sie von der neuen Landesregierung für ihre Arbeit in Warendorf?
FDP und CDU kämpfen seit rund 25 Jahren für den Bau der Umgehungen B64n und L547n. Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige Verbindung der Oberzentren Münster/Bielefeld. Durch den Ortsteil Freckenhorst fahren täglich 10.000-13.000 Fahrzeuge über eine Straße, wo sich streckenweise die LKWs nicht begegnen können. Hier erwarten wir von der Landesregierung, dass die von rot-grün initiierten Personalkürzungen beim Landesbetrieb Straßen NRW rückgängig gemacht werden, damit schnellstmöglich dort die Umgehungen L457n und B64n gebaut werden.

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag Bürgermeisterin der Stadt Warendorf wären?
Immer mehr Kinder können nicht schwimmen. Ich würde sofort finanzielle Mittel bereitstellen, dass das Lehrschwimmbecken in Freckenhorst grundlegend saniert wird und somit erhalten bleibt.


Entfesselungspaket

Die FDP treibt die Modernisierung voran

Die Freien Demokraten modernisieren mit dem Entfesselungspaket Nordrhein-Westfalen. Im Interview mit dem Westfalen-Blatt spricht FDP-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart über die Pläne zum verkaufsoffenen Sonntag , die Energiewende und die Digitalisierung. ...

Anfrage Rindenmulch auf dem neuen Marktplatz?


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Linke,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Auftrag von Frau Dr. Janinhoff und der FDP-Fraktion richte ich an Sie folgende Anfrage:

Ist es nach Sanierung des Marktplatzes auch in diesem Jahr geplant, im Zuge des Weihnachtswäldchens den Markt mit Rindenmulch aufzufüllen?

Nach unserer Meinung sollte darauf zukünftig aus folgenden Gründen verzichtet werden.

Die Stadt Warendorf hat sich die Barrierefreiheit des Marktplatzes teuer für über eine Millionen Euro erkauft! Auch wenn es dafür Zuschüsse gab sind dies Steuergelder.

Ronald Hüsemann
Ronald Hüsemann
Von eben diesen Steuergeldern soll dann für das Weihnachtswäldchen für die Dauer von ca. 14 Tage kubikmeterweise Mulch auf die frisch gepflasterte Fläche gebracht und finanziert werden. Hierdurch wird - wenn auch vorübergehend - die soeben gewonnene Barrierefreiheit ad absurdum geführt. Weder Rollstuhlfahrer, noch gangunsichere Personen mit oder ohne Rollator können diese Fläche sicher befahren oder betreten. Insofern wird das Weihnachtswäldchen eine reine Fußgängerveranstaltung auf den bemulchten Flächen.

Ferner färbt nach Auskunft eines Landschaftsarchitekten Mulch je nach Beschaffenheit aus. Durch die nicht geschlossene Bauweise konnte bislang der durch Regen entstandene Farbsud recht zügig dräniert werden. Insofern konnte es auch nicht zu Verfärbungen kommen, zumal die alte Pflasterung materialbedingt nicht zu Verfärbungen neigte. Durch die nun geschlossene Bauweise erfolgt die Entwässerung über die Fläche, sodass der Farbsud potentiell länger auf die Fläche einwirken kann. Das Fugenmaterial wird durch seine Materialbeschaffenheit Verfärbungen annehmen können, so der Landschaftsarchitekt.

Vor diesem Hintergrund, aber auch vor dem Hintergrund, dass man grundsätzlich die Sinnhaftigkeit einer Befüllung eines Platzes mit Mulch, der zunächst gekauft, transportiert, verteilt und verarbeitet, im Nachgang wieder aufgenommen, wieder transportiert und entsorgt werden muss, stellt sich uns Liberale die Frage, ob dies nicht Verschwendung von Steuergeldern ist. Zumal der Marktplatz anschließend aufwendig wieder von Hand gereinigt werden muss.

Wir meinen, dass man sich auf die Gestaltungsfreude der zuständigen MitarbeiterInnen der Stadt Warendorf derart verlassen kann, dass dieses erfreuliche Event auch ohne Rindenmulch ein voller Erfolg werden wird, mit und ohne Handicap.

Herzliche Grüße
i.A. gez. Ronald Hüsemann FDP-Fraktion
03.11.2017


Rathausecho vom 03.11.2017

Der beste Weg für unsere Kinder in die Zukunft

Die Herbstferien sind zu Ende, für Schüler der Klassen vier geht es nun um die Zukunft: In welcher weiterführenden Schule ist für das Kind der beste Weg in die Zukunft? In Warendorf können sich die jungen Menschen mit ihren Eltern für die Gesamtschule, die bischöfliche Realschule, dem Mariengymnasium oder dem Lau mit eingegliedertem AWG entscheiden. Die Gesamtschule bietet ein Abitur nach 9 Jahren, das Lau und die Marienschule bieten z.Zt. nach 8 Jahren an. Das Turbo-Abi nach 8 Jahren haben wir als FDP mit sehr viel Argwohn beobachtet, die Anforderungen an viele unserer jungen Schüler sind schon sehr hoch.

Dieser Weg ist nicht für alle gut, wie es auch schon in anderen Bundesländern deutlich wurde. Frau Gebauer (FDP) hat als Schulministerin in NRW verfügt, dass jedes Gymnasium zum G 9 zurückkehrt, wenn es nicht ausdrücklich das G 8 für sich beantragt.
Die Warendorfer Schulen haben diesen Antrag noch nicht gestellt!?

Sie sehen einen sehr hohen Aufwand für die Rückführung zum G 9-Abitur.

Unsere Kinder können nach der Klasse 10 auch am Berufskolleg das Abitur nach dem 9. Jahr machen. Die Umwandlung zu G 9 bedeutet für die Schulen sicher einen großen Aufwand. Von der Politik erwartet man nun die Mitentscheidung für die richtigen Wege. Unter Rot/Grün bzw. Frau Löhrmann mussten wir das Ende des AWG (G 9) beschließen. Wir konnten allerdings eine Kooperation mit dem Lau durchsetzten. Die Regierung hätte das AWG am liebsten direkt beendet. Das Gymnasium Laurentianum und das AWG unter einem Dach könnte große neue Möglichkeiten in der Verbindung zwischen G8 und G9 schaffen. Hier müssten die Regierung, Schulen und Politiker nur Mut für die Zukunft unserer Kinder haben.

Große Raumprobleme beschäftigen uns in den nächsten Jahren an fast allen weiterführenden Schulen. Die Gesamtschule bekommt für den gymnasialen Bereich in den nächsten 3 Jahren noch ca. 12 weitere Klassen dazu.

Günter Belt
Günter Belt
Es müssen möglichst bald Raumkonzepte entwickelt werden, damit es keine zu großen Klassen gibt, aber auch kein Warendorfer Schüler abgewiesen werden muss. Das Ende der Franziskusschule hat die Warendorfer Schullandschaft nachteilig verändert. Das in Beckum die Overbergschule (Förderschule) nachdem in Düsseldorf Schwarz/Gelb die Regierung stellt, erhalten wird, ist zusammen mit der Absicht des Kreises eine neue Förderschule im Nordkreis – möglichst in Warendorf zu gründen, ein guter Weg.

Alle Wege, die wir mit den Schulen am Ort gehen, erfordern neben viel Geld auch die Bereitschaft zu offenen ehrlichen Gesprächen mit dem Ziel, endlich mehr Ruhe in die Schullandschaft zu bringen.

Günter Belt FDP-Fraktion
03.11.2017


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